Schlechte Noten für Personalcontroller. So machen Sie es besser! – Personalcontrolling

geschrieben am: 04.10.2012 von: Juergen Moises

Es kann nur besser werden, und es wird dafür auch höchste Zeit. Denn wenn laut aktuellen Studien das Personalcontrolling in vielen Unternehmen nur die Note „mangelhaft“ bekommt, dann muss sich wirklich etwas ändern. Doch wie lassen sich durch falsches Personalcontrolling entstehende Probleme wie schlechte Datenqualität oder ungenügende Auskunftsfähigkeit effektiv lösen?

Control Chart

Control Chart

Geringer Grad der Standardisierung

Wie man grundlegende Fehler oder Fehlentwicklungen im Personalcontrolling beseitigt, darüber geben die Studien zwar keine konkrete Auskunft. Aber sie zeigen zumindest auf, dass eines der Hauptprobleme im Fehlen eines einheitlichen, automatisierten Systems für die Datenerhebung und Berichterstattung liegt. In vielen Personalbereichen werden die Daten sogar noch manuell erhoben, oder es fehlen einheitliche Personalberichte oder Kennzahlen für die Steuerung.

Einsatz von Business Intelligence

Eine Möglichkeit, diese Probleme zu lösen und ein einheitliches, automatisiertes Controlling-System im Unternehmen zu schaffen, liegt im Einsatz von IT bzw. von Business-Intelligence-Systemen (kurz BI-Systeme). Gemeint ist mit Business Intelligence die entscheidungsorientierte Datensammlung und – aufbereitung zur Darstellung geschäftsrelevanter Information. Das geschieht sehr oft in Form von eigens dafür angelegten Datenbanken bzw. „Data Warehouses“, das heißt:  einer themenorientierten, zeitbezogenen und dauerhaften Datensammlung, die dem Management als Entscheidungsunterstützung dienen soll.

Akzeptanz von BI-Systemen steigt

Laut aktuellen Umfragen werden entsprechende BI-Systeme auch schon in rund 65 Prozent der Unternehmen eingesetzt; und 55 Prozent der zuständigen Fach- und Führungskräfte sind dazu bereit, diese nicht nur in einzelnen Abteilungen, sondern auch unternehmensweit zu nutzen. Was eine enge Zusammenarbeit zwischen Controlling- und IT-Abteilungen erfordert, damit sowohl die technischen als auch die betriebswirtschaftlichen Anforderungen erfüllt werden. Denn was nützt es, wenn die technische Infrastruktur zwar eine optimale Datenintegration, Datenqualität, Speicherung und Aufbereitung erlaubt, die Daten aber nicht nach inhaltlicher Relevanz und Richtigkeit geordnet oder nicht anwenderorientiert abrufbar sind?

Business Intelligence ist kein Allheilmittel

In der IT bzw. der Business Intelligence ein Allheilmittel für perfektes Personalcontrolling zu sehen, wäre deswegen auch fatal. Das zeigt etwa der zunehmende BI-Trend der letzten Jahre zur „Echtzeitverarbeitung“, der zwar zu einer eindeutigen Beschleunigung der Datenverarbeitung geführt hat. Welche der eingegebenen Daten etwa für eine effektive Personalplanung relevant sind und wie sie sich im Sinne einer gewinnbringenden Personal- und Unternehmensstrategie nutzen lassen, ist damit aber noch lange nicht geklärt.

Gefragt sind auch intelligente Controller

Deswegen werden Personalcontroller auch in Zukunft nicht auf betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse verzichten können, auch nicht auf Kenntnisse der Personalbeschaffung, – führung und -entwicklung, um beispielsweise die für eine effektive Personalkostenplanung wirklich relevanten Daten und richtigen Kennzahlen herauszufiltern bzw. zu gewinnen. Gefragt sind also nicht nur bessere Controlling-Instrumente, sondern auch Controller, die wissen, wie man diese auf wirklich effektive Weise nutzt. Ein einheitliches Kennzahlensystem und ein vereinfachter Datenzugang wären aber schon einmal ein guter Schritt in die richtige Richtung.

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