Leidenschaft im Businessumfeld?

geschrieben am: 30.09.2017 von: Oliver Haberger

Bei den aktuellen Formen der Zusammenarbeit in den Abteilungen kaum nachvollziehbar. Die Werbung hingegen suggeriert uns, dass zum Beispiel unser Fahrzeug mit Leidenschaft gebaut wurde. Fragen wir jedoch einen der Bandarbeiter, ist von dieser Leidenschaft nur selten etwas zu spüren.

In vielen Unternehmen ist daher auch das Thema Leidenschaft ausschließlich in der Marketingabteilung zu finden und dort meist auch nur auf dem Reißbrett der Gestalter.

Trotzdem wünscht sich jeder Unternehmer, dass seine Mitarbeiter mehr Leidenschaft einbringen.

Für die meisten grundlegenden Antriebe eines Menschen wie Leidenschaft, Wille, Liebe oder auch Kultur, gibt es nur wenige mögliche Treiber, der Menschen dazu veranlassen kann, Antrieb zu entwickeln.

Nur Kultur kann Kultur ändern. Nur die Leidenschaft eines Vorbildes bringt echte Leidenschaft hervor.

Hier sind Führungskräfte gefordert, sich der Kultur von Leidenschaft neu zu erschließen. Warum macht jemand seine Arbeit, wie er sie macht? Wissen Sie noch, warum Sie diese Arbeit tun, mit welcher Absicht? Wo möchten Sie hin? All dies fängt damit an, dass Sie sich mit Ihrer eigenen Persönlichkeit neu auseinandersetzen.

Oft stehen Führungskräfte an einem Punkt, an dem sie sich selbst in eine Sackgasse für Entwicklung gebracht haben und dies nicht bemerken. Die Leidenschaft ist auf der Strecke geblieben, das Regelwerk bestimmt den Alltag. Damit ist wenigstens die Sachlage gesichert. Alles gut, alles im grünen Bereich. Bleibt nur die Frage, warum ist so wenig echte Freude in der Arbeit. Unternehmer wissen, dass gute Innovationen immer aus Leidenschaft geboren werden und würden deshalb gerne das Engagement, das Commitment der Mitarbeiter steuern können.

 

Leidenschaft zu kontrollieren, ein alter Menschheitstraum

Leidenschaft ist die Wurzel für überragende Kreativität. Eine Grundlage um Innovation überhaupt erst möglich zu machen. Alle Neuerungen kommen aus Leidenschaft. Hier liegt nun das Problem, Unternehmen brauchen wieder diese Leidenschaft als Antrieb. Das geht jedoch nicht mit einer weiteren Motivationsveranstaltung, sondern eher mit grundlegenden Überlegungen, wie eine Kultur der Leidenschaft in einem Unternehmen gefördert oder implantiert werden kann.

Leidenschaft in einem Businessumfeld klingt nur in der Theorie etwas ungewöhnlich. Viele der neuen Startups, in den Startup-Zentren wie Berlin, Frankfurt und München gehen mit großer Leidenschaft bei den Mitarbeitern zur Sache. Leidenschaft wird verlangt, um die Produkte als bestes Produkt aller Zeiten anzubieten. Leidenschaft  wird dort zum Thema gemacht, wird in der Szene als persönliches Attribut betrachtet und bringt die Innovationen hervor. Es werden nur Mitarbeiter mit Leidenschaft eingestellt und die müssen sie beweisen.

Doch auch dieser Hype kann nicht die Lösung sein und die vielen ausgebrannten jungen Führungskräfte aus dieser Szene belegen dies. Doch was sind dann die entscheidenden Parameter? Wie kann jemand an seinem Platz sein volles Potential einbringen, zufrieden sein und ein gewisses Maß an Leidenschaft tatsächlich in Innovation umwandeln?

 

Die Passung macht den Unterschied

Im letzten Newsletter sprachen wir von den Ebenen, auf denen das Arbeiten sowie Leben einer Führungskraft stattfindet und wir haben dazu die Theater-Metapher bemüht. Dieses Tool kommt aus der Transaktionsanalyse und hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, welche uns einen Spiegel vorhalten können, wie es nun um unsere Passung tatsächlich steht.

Doch was ist Passung? Passung meint den Grad der Übereinstimmung unserer Veranlagung, Ausbildung, Talente, Vermögen, Intelligenz, Vorlieben, Schwächen und Stärken mit den Anforderungen der Position, die wir ausüben.

 

Die Ebenen können wie ein Theater beschrieben werden:

  • Die Story – Das Stück welches gespielt wird, das Drehbuch, die Abläufe und Erfordernisse
  • Die Bühne – Die spezifischen Kulissen – der Ort der Show
  • Die Mitspieler – sie stehen sich als Teammitglieder oder Konkurrenten gegenüber
  • Der Regisseur – setzt das Drehbuch in Handlungen und Spielräume um
  • Der Besitzer des Theaters – der Inhaber oder Intendant, der die Regeln vorgibt

 

Regeln, Budget und Bedingungen sind vom Inhaber vorgegeben. Die Mitspieler und der Regisseur sind daran gebunden. Dies bestimmt auch die Größe der Bühne. Handelt es sich um ein kleineres Familienunternehmen oder um einen Konzern? Welche Art des Publikums (die Kunden) wird dieses Theater attraktiv finden?

Ist der Regisseur jemand, der mit seinen Akteuren umgehen kann? Fordert er sie im Rahmen ihres tatsächlichen Vermögens und mit einer gezielten und gut abgewägten Herausforderung darüber hinaus? Hierbei wird oftmals ein grober Fehler gemacht: jemand, der ein guter Schauspieler, eine gute Führungskraft mit zahlreichen Talenten ist, lässt man gerne alleine, „der wird es schon wissen, der ist ein Profi“. Genau das Gegenteil ist der Fall, gute Leute brauchen die beste Führung. Nur so werden gute Leute zu den TOP-Leuten. Nur so kann ein guter Schauspieler zu einem Star werden.

 

Jeder Akteur muss sich mit dem Stück identifizieren

Der Akteur, die Führungskraft, der Mitarbeiter hat ja das Theater gewählt. Hier sollte eigentlich alles passen, er muss sich auf der Bühne wohlfühlen, um alles geben zu können. Ist die Bühne eventuell zu groß für ihn, weil er eigentlich die Passung für ein Zimmertheater hat? Ist er viel lieber interaktiv nahe am Publikum dran, wird er auf der zehnmal so großen Bühne eines Staatstheaters sich niemals heimisch fühlen. Sie alle kennen den Außendienstmitarbeiter, der am liebsten da „draußen“ beim Kunden ist.

Oder ist das Stück für einen Hamlet geschrieben worden, doch der Akteur ist im Grunde ein Komödiant, so wird er kaum das Publikum in die Tiefe eines Charakters wie Hamlet führen können.

Die Profession und Passung eines Mitarbeiters wird seine Perspektive, seine Haltung und seine Arbeit auf all diesen Ebenen beeinflussen. Ein Grund, den Umgang mit der eigenen Profession und der von Mitarbeitern zu trainieren.

 

Antrieb ist etwas, was sich fortpflanzt

Führungskräfte, die mit Passion ihre Mitarbeiter zu hervorragenden Innovationen motivieren wollen, müssen daher selber genügend kreative und leidenschaftliche Antriebskraft aufbringen, um überhaupt etwas zu bewirken.

Die Passung als Führungskraft ist von enormer Wichtigkeit. Sind Sie am richtigen Platz, mit dieser Ausbildung, Ihren Anlagen und Talenten?

Mit den entsprechenden Tools und der Hilfe eines Weiterbildungsexperten haben Sie es in der Hand, diese Fragen zu klären. Ob mit einem Persönlichkeitsseminar oder einem Workshop, es stehen Ihnen eine ganze Reihe an Tools zur Verfügung. Auf dieser Seite finden Sie eine ganze Reihe an inspirierenden Angeboten, um sich Ihrer ganz eigenen Passung zu stellen oder diese zu erweitern. Wählen Sie zwischen:

 

  • Persönlichkeitsentwicklung – Basis
  • Persönlichkeitsentwicklung – Aufbau
  • Selbst- und Zeitmanagement
  • Professionelle Kommunikation und Gesprächsführung
  • Professionelle Rhetorik
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