Harte Soft Skills als Karriereöffner

geschrieben am: 01.08.2013 von: MANAGER INSTITUT

Soft Skills sind ein Bündel an Fähigkeiten, das sich mit dem sogenannten „EQ“ (Emotional Intelligence Quotient) stark überscheidet. Sie sind in den letzten Jahren zur conditio sine qua non der Business-Welt geworden. Soft Skills sollen jedoch die  „Hard Skills“ nicht ersetzen, sondern diese in entscheidender Weise ergänzen und ihnen dadurch erst Geltung verschaffen.

Wie hart sind Soft Skills?

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Soft Skills sind für viele Arbeitgeber essenziell, denn sie sind ein Cluster an Persönlichkeitsmerkmalen, Kommunikationsfähigkeiten, Arbeits- und Sozialgewohnheiten, Freundlichkeit, Optimismus und Offenheit. Sie charakterisieren damit die Art und Weise der Beziehungsaufnahme und Beziehungspflege zwischen den Menschen, was sich in der Geschäftswelt besonders stark zum Wohl oder Unwohl eines Unternehmens auswirken kann.

Damit haben sie eine oft entscheidende Unterstützungsfunktion, denn die Soft Skills eines Menschen sorgen dafür, dass er seine Hard Skills zur richtigen Zeit richtig kommuniziert. Was nützt der klügste, erfahrenste, weiseste Mitareiter, wenn er sein Talent oder Fähigkeiten nicht einbringen kann? Doch gilt, dass in jedem Berufsfeld die Soft Skills unterschiedlich sind und unterschiedliche Priorität haben. Im Vertrieb sind diese höchst wichtig und stehen an vorderster Front, denn Vertrieb ist Persönlichkeit und damit Soft Skills. Sie sind das Geflecht, das Produktkompetenz und Kundenkompetenz zusammenhält, das Gespür, das im Vertrieb den Umsatz bringt: Soft Skills sind also Hard Skills. In der IT ist die Wichtigkeit und Wertigkeit von Soft Skills dagegen abhängig, wie viel kommuniziert werden muss. Der IT-Ingenieur braucht sie mehr noch als der Vertrieb, sobald er als Projektconsultant zum (ggf. ausländischen) Kunden geschickt wird. Ein Programmierer dagegen etwas weniger, auch wenn er nicht gänzlich darauf verzichte kann: Für ihn ist zwar die Kommunikation mit dem Gerät im Mittelpunkt, doch muss auch er dem Vorgesetzten erklären können, was gerade getan werden muss.

Soft Skills als Karriereöffner

Gerade für angehende Führungskräfte gilt: Sie sollten im Stande sein, die Arbeitsleistung von Mitarbeitern positiv zu beeinflussen. Ohne Soft Skills ist dies nicht möglich, denn ein Chef, der nicht Kommunizieren kann, ist nicht nur ein Buch mit sieben Siegeln für die Mitarbeiter, sondern eine Person, die von der eigenen Abteilung gemieden wird. Aufgrund der Leitungsfunktion einer Führungskraft bewahrheiten sich diese Fähigkeiten insbesondere in Konfliktsituationen, die auf kurz oder lang unvermeidlich sind. Hierbei kann es um Sach- und Personalfragen, Mitarbeitergespräche und Teamlösungen, Auftreten gegenüber Dritten, sowie die (wieder-)Herstellung von Kooperation gehen. Schafft ein Vorgesetzter, Soft Skills umzusetzen, ist von einem angenehmen Klima, Selbstvertrauen, Teamgeist, und einer Kultur der Offenheit die Rede, genau diejenigen Merkmale, die Teams erfolgreich werden lassen. Dass hierbei auch Überscheidungen zu Sprach- und interkultureller Kompetenz vonnöten sind, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Kurzum: Eine Führungskraft ohne Soft Skills kann kaum führen oder wird nicht in dieser Rolle akzeptiert. Gerade der Führunsgnachwuchs sollte sich daher frühzeitig darum kümmern, diese Fähigkeiten zu trainieren.

Kann man Soft Skills lernen?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Soft Skills sind behaviorale Kompetenzen, d.h., sie schließen eine Bandbreite an personenbezogenen Eigenschaften ein, wie z.B.: Konfliktbewältigung und Verhandlungsgeschick, kreative Problemlösung, strategisches Denken, interagieren in Teams, Beeinflussung anderer Personen und Beeinflussbarkeit, (selbst-)Vermarktung und viele weitere.  Nach dem aktuellen Stand der Forschung sind sie zum Teil erlernbar, doch kann dies eine lange Zeitdauer in Anspruch nehmen, denn als behaviorale Kompetenzen müssen sie Teil des persönlichen Charakters wirken, sonst erkennt das Gegenüber diese als aufgesetzt oder kann gar Schauspiel oder Betrug vermuten.  Aufgrund dessen wird insbesondere von Eliteuniversitäten, Law Schools und Business Schools großer Wert auf die Ausprägung solcher Fähigkeiten bei Studenten gelegt und diese mitunter in das Ausbildungsprogramm aufgenommen.

Es lohnt sich also für jedes Unternehmen und jeden Mitarbeiter, in die Soft Skills gerade neuer oder frisch beförderter  Mitarbeiter zu investieren, wie ein erfahrener MANAGER INSTITUT Dozent griffig beschreibt: „Ein Mitarbeiter mit Defiziten bei den Soft Skills schadet einem Unternehmen mehr, als er durch seine fachlichen Qualifikationen wettmachen kann.“

Das MANAGER INSTITUT bietet gezielte Seminare zu den Themen Soft Skills / Soziale Kompetenz und Persönlichkeitstraining an. Das MANAGER INSTITUT  ist eines der führenden deutschen Weiterbildungsinstitute mit 18 Fachbereichen rund um Management-Themen, berufliche Weiterbildung und Consulting an 21 Premium-Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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