Gehen Sie einer Kopie nicht auf den Leim

geschrieben am: 24.02.2016 von: MANAGER INSTITUT

Sind Sie eine Kopie? Was kann es Schlimmeres geben, eine Kopie, anstatt das Original zu sein? Was wir jedoch für uns persönlich in Anspruch nehmen, hat schattenwirtschaftlich gesehen, längst einen anderen Anspruch. “Besser gut kopiert, als schlecht selbst gemacht” ist das Vorgehen von gestörten Persönlichkeiten, die selbst nicht das Know How besitzen, eigene Inhalte zu erschaffen.

Kopieren Sie andere? Ganz sicher, denn wir alle sind Nachahmer und kleinen Kindern macht man es regelrecht vor, wie sie uns nachahmen sollen. Auch wenn dies inzwischen nicht mehr “In” zu sein scheint, gute Mitarbeiter und Auszubildende werden immer ein Stück weit ihren Chef als Vorbild nutzen und dessen Werkzeug bevorzugen. In einem Fall hörte ich von einem Malermeister, dass er seinem Auszubildenden seinen Meisterkittel umhängt, damit dieser seine Arbeitsweise besser verinnerlicht. Warum nicht?

Kopieren ist in einem bestimmten Rahmen richtig und von der Entwicklung der Menschheit her gesehen ein überlebenswichtiges Konzept, aber wie bei so vielen guten Dingen geht man dabei über eine gewisse Grenze, spricht die Sozialpsychologie von einer Pervertierung oder von einer negativen Aberration.

 

Copyright Symbol Computer ButtonKönnen Patente schützen?

Die meisten Konzerne versuchen sich mit Patentanmeldungen und den entsprechenden juristischen Mauern vor dem Kopieren und dem Diebstahl von Patenten, zu schützen. Die Geschichte von Sony sticht dabei heraus, denn jahrzehntelang hatte man auf eine Rechtsabteilung zur Verfolgung von Plagiaten verzichtet. Das Credo hieß, kopiert zu werden ist ein Kompliment. Die Aussage war: Sony würde schneller als jeder Kopierer Erfolg haben würde, wieder ein neues Produkt auf den Markt bringen. Inzwischen ist der Druck gewachsen, Sony hat eine große Rechtsabteilung und ist streitbarer Verteidiger von Patenten. Inwieweit diese Geschichte hilfreich oder was davon anwendbar ist, muss jedes Unternehmen in seiner strategischen Ausrichtung selbst entscheiden.

Einen neuen Weg geht die Maker-Generation mit Open Source und Open Lab-Community, hier sind über 50 bestens ausgerüstete Entwicklungslabors auf der ganzen Welt beheimatet miteinander verbunden. Jeder kann zu jeder Zeit an den innovativen Projekten, insbesondere der Entwicklung des 3D Druckers, mitarbeiten. Er muss nur bereit sein, keinerlei Rechtsansprüche an den Errungenschaften geltend zu machen, alle Quellen und Daten offen zu legen und neue Erkenntnisse sofort den anderen 50 Labors zugänglich zu machen. Auf diese Weise erleben wir gerade, wie der 3D Drucker in 5 Jahren Entwicklung technologisch weitaus mehr vorangekommen ist, als die in 30 Jahren von Patentstreit und technologischer Abgrenzung geschüttelte Entwicklung des Tintenstrahldrucker. Ob dies ein besonderer Fall bleibt, weil alle Teilnehmer eine Übereinkunft getroffen haben? Bisher steht fest, eine patentfreie Entwicklung ist nicht auf jeden Industriezweig oder jedes Dienstleistungs-Unternehmen übersetzbar, schon gar nicht auf Betriebe, welche hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung aufwenden müssen.

 

Gefühlte Anerkennung

Die Anerkennung, kopiert worden zu sein, wäre also in diesen vorgenannten Wirtschaftsbetrieben, wenn überhaupt, nur ein Gefühl von kurzer Dauer. Die negativen Auswirkungen des wilden Copy-Concept der Nachahmer lassen das gute Gefühl ziemlich schnell verfliegen.

Der Kunde freut sich, wenn er auf die Schnelle ein scheinbar vorgegaukeltes Schnäppchen gemacht hat. Hingegen der Originalhersteller, welcher jahrelange Entwicklungsarbeit in die Herstellung gesteckt hat, das Produkt umfangreichen Tests unterzogen und durch etliche Hürden dann auf den Markt gebracht hat, plötzlich Reklamationen von unglücklichen und getäuschten Kunden gegenübersteht. Dies wirkt sich somit geschäftsschädigend auf den Orginalhersteller aus. Hier liegt einer der Gründe, weshalb das ungehemmte Kopieren als pures Schmarotzertum bezeichnet werden muss.

Nach den Studien einiger Forschungsinstitute hat das nicht genehmigte Kopieren, in einem Maße zugenommen, dass man bereits von einer Seuche spricht. Hier entwickelt sich eine Spirale, die der deutschen Wirtschaft nur schaden kann. Werden die Kopien bevorzugt, fallen Umsätze weg, die bei der Investition in neue Produkte fehlen. Das teuerste einer Wirtschaft sind die Innovationen, für die dann letztlich die Kapitaldecke zu dünn zu werden droht.

Die Gründe, ob Kopierer keine eigenen Ideen haben oder nur das schnelle Geld machen wollen, sind für die Sachlage gegenstandslos. Aber die Kopierer selbst werden letztlich nicht gewinnen können, da sie sicherlich nicht in die Innovation von Produkten investieren und auch die Kompetenzen nicht vorhanden sind. Produkt-Kopien können niemals die Qualität erreichen, wie ein Original es verspricht und der ursprüngliche Hersteller in seiner Mission als Maßstab vorgegeben hatte.

 

Stempel: FLSCHUNGDrei Ebenen an Leidtragenden

Am unteren Ende natürlich der Kunde, der sich mit kurzlebigeren Produkten oder mangelhaften Dienstleistungen begnügen muss. Sowie die Unternehmen, die sich bemühen, mit viel Passion und Investitionen ein Original herzustellen, welches im Markt eine prägende Position einnehmen soll. Doch auch unsere Volkswirtschaft leidet darunter, weil immer weniger Kapital für Innovationen zur Verfügung steht. Wird weniger innoviert und entsprechende Arbeitsplätze lieber nicht mehr besetzt, steigen die Unsicherheiten, sinkt die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes.

Die größte aller Frechheiten einer Kopie und den dazugehörigen windigen Geschäftemachern ist allerdings: sich mit seinen Inhalten als Original auszugeben und dem Kunden eine jahrelange Erfahrung vorzugaukeln.

Hier wollen die vormals meist gescheiterten Existenzen nun im neuen Wind der eigentlichen Urheber des Originales die Erträge und falsche Anerkennung ernten, für die man kein Recht erworben hat. Partizipieren an der Arbeit anderer, ohne diesen die gebührende Anerkennung in Form von tätigen und monetären Abmachungen einzuräumen. Oder noch krimineller, es wird eine Herstellung in einem fernen Land betrieben und die Produkte über illegale Distributoren geregelt. Nicht selten sind hier mafiöse Hände im Spiel.

Doch wie sieht es aus mit Dienstleistung-Angeboten, haben diese originären einen Schutzanspruch auf Originalität? Sie sind oftmals am leichtesten über das Internet zu kopieren. Trotzdem ist dies kein rechtsfreier Raum und auch gibt es hier Rechtsschutz für Prozesse und Angebote sobald entsprechende schützbare Definitionen vorliegen. Das Recht ist oftmals einklagbar, aber die Kopierer arbeiten fein säuberlich, an der gerade noch rechtlich machbaren Peripherie entlang so viel kopieren, dass sie damit durchkommen, aber eben nicht so weit gehen, um vor dem Kadi zu landen. Sie können aus der Perspektive des Rechtes denken, dies sei legitim, als Kaufmann, der sich den Grundsätzen eines “ehrbaren Kaufmannes”, wie es das Grundgesetz im BGB vorgibt verpflichtet sieht, kann dies nur als Diebstahl ausgelegt werden. Kopieren ist schlicht Raub von Zeit und von investiertem Kapital und immaterieller Werte wie Ideen, Entwicklungs- und Denkleistungen.

 

Das Original hält, was es verspricht

Originale haben in der Regel die Absicht, das Original innovativ, fehlerlos und mit hoher Qualität anzubieten. Denn hinter den Originalen steht immer ein originaler Name und ein Team mit Spitzenleistungen, das es zu verteidigen gilt. Wir beim MANAGER INSTITUT bleiben lieber Originale und werden auch weiterhin in Produkte und deren Innovationen investieren, darauf dürfen Sie sich verlassen. Sie erhalten bei uns immer das Original weit über den “Best-Practice Standards” seit 1999. Das lassen wir uns auch jedes Jahr von der DIN EN 9001 und von tausenden Kunden bestätigen. Gehen Sie Kopien nicht auf den Leim. Das MANAGER INSTITUT ist nicht kopierbar, Sie dürfen auf das zertifizierte Original vertrauen.

 


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