Erst Fussballtrainer, dann Chef. Geht das?

geschrieben am: 10.09.2012 von: Christian Wilhelm

Jupp Heynckes (67), aktuell Trainer des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, hat viele  Siege als Trainer vorzuweisen. Er war deutscher Meister, DFB-Pokal Sieger sowie Champions League Sieger. Doch könnte er damit auch in einem Unternehmen eine gute Führungskraft sein? Geht das denn? Erst Fussballtrainer, dann Chef? Ich denke, dass ein Trainer wie Heynckes über Führungsqualitäten verfügt, die einem nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in einem Unternehmen weiterhelfen. Aber man kann dies natürlich nicht pauschalisieren. Es gibt jedenfalls zahlreiche Aspekte, die sowohl ein Trainer als auch eine Führungskraft beherrschen muss, damit er/sie Erfolg hat. Diese einzelnen Aspekte werde ich nun genauer erläutern.

Jupp Heynckes

FC Bayern München Trainer Jupp Heynckes

Das Ziel:

Sowohl Trainer als auch Führungskraft haben ein Team unter sich. Sie müssen mit ihrem Team zusammenarbeiten, denn wie man bekanntlich weiß: nur als Team hat man Erfolg. Aber woran misst sich eigentlich  Erfolg bzw. Misserfolg?  Wie definiert man überhaupt Erfolg? Erfolg hat man dann, wenn man ein angepeiltes Ziel erreicht. Man muss also mit seinem Team ein Ziel festlegen.  Beim FC Bayern München ist das die deutsche Meisterschaft. Darunter geht nichts. Deshalb werden die besten Spieler verpflichtet, optimale Trainingsbedingungen sowie ein optimales Betriebsklima geschaffen.

Jeder FC-Bayern-Spieler ist sich im klaren darüber, weshalb er trainiert, und zwar: um sich am Ende einer Saison als deutscher Meister auf dem Marienplatzbalkon von den Fans feiern zu lassen. Die Aufgabe des Trainers ist es, seinen Spielern täglich dieses Ziel vor Augen zu halten, es mit ihnen klar zu definieren, die nötigen Schritte dafür einzuleiten und es letztendlich dann auch zu erreichen. Das gleiche gilt auch für ein Wirtschaftsunternehmen. Die Führungskraft muss innerhalb seines Teams ein gemeinsames Ziel definieren und dann alles dafür tun, es  gemeinsam mit dem Team innerhalb der gesetzten Frist auch zu erreichen – nur dann kommt der Erfolg.

Die Teambildung:

FC Bayern München ist gespickt mit Topspielern. Arjen Robben (Vizeweltmeister), Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez, Manuel Neuer, Philipp Lahm, Toni Kroos (Vizeeuropameister) und der erst vor kurzen verpflichtete Welt-  und Europameister Javier Martinez. Sie alle sind Spieler von Weltklasseformat. Die Schwierigkeit ist es für den Trainer, aus diesen vielen tollen Einzelspielern eine Einheit zu schaffen: eine Einheit, die gemeinsam Ziele erreicht und sowohl in misslichen als auch in erfolgreichen Zeiten zusammenhält; ein einheitliches Team, in dem Loyalität untereinander herrscht und in dem Freundschaften entstehen.

Die Teambildung muss also stimmen, sie ist sowohl im Sport als auch im Unternehmen enorm wichtig. Man muss als Einheit agieren, um Erfolg zu haben. In einer Gesellschaft, in der oft jeder nur an sich denkt, muss ein Trainer bzw. eine Führungskraft es schaffen, dass nicht das Individuum im Vordergrund steht, sondern das Team. Viele scheitern an dieser scheinbaren unmöglichen Aufgabe. Hilfreiche Maßnahmen für eine erfolgreiche Teambildung können zum Beispiel Teamabende, Teamessen, Teamausflüge oder Teamsitzungen sein.

Die Motivation:

Viele Profifußballer erhalten Millionengehälter. Viele Fragen sich: wie kann man einen Profifußballer noch motivieren, der scheinbar schon alles hat? Ein Millionenkonto, ein schönes Haus, schöne Autos, eine schöne Freundin. Viele Fußballtrainer schaffen es trotzdem immer wieder, ihre Spieler bis zu den Haarspitzen zu motivieren. Die spanische Nationalmannschaft wurde bei der EM 2008, WM 2012 sowie bei der dies jährigen Europameisterschaft Sieger. Auch hier fragt man sich: was kann diese spanische Nationalmannschaft noch motivieren, wenn sie doch anscheinend schon alles erreicht hat? Wie Vincente Del Bosque, Coach der spanischen Nationalmannschaft, das genau hinkriegt, dieses Geheimnis wird er wohl niemandem verraten. Jedenfalls motiviert er seine Schützlinge jedes Mal von neuem so, dass diese unbedingt gewinnen wollen. Er hält ihnen ein gemeinsames Ziel vor Augen, für das es sich zu spielen, zu arbeiten, zu kämpfen lohnt. Es ist also klar zu sehen, dass man durch Motivation, Willen und Kampfgeist Erfolge einfahren kann – egal ob auf dem Rasen oder im Wirtschaftsunternehmen.

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