Erfolgreich kommunizieren – mit der richtigen Körpersprache

geschrieben am: 20.05.2012 von: Maximilian von Bennigsen

Kommunikationsfähigkeit gilt als die entscheidende Schlüsselqualifikation im Berufsleben. Erstaunlicherweise ist dabei von nonverbaler Kommunikation nur selten die Rede. Tatsächlich kommt gerade der Körpersprache im persönlichen Umgang mit Kunden, Mitarbeitern oder Vorgesetzten eine eminent große Rolle zu, verrät unser Körper doch oft mehr als wir mit unserer Stimme sagen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Körpersprache nutzen können, um mit Ihrem Gegenüber auf eine gemeinsame Gesprächsebene zu kommen.


Stimme & Kommunikation

Erfolgreich kommunizieren? Nur wie?

Wir teilen uns auch dann mit, wenn wir nichts sagen. Nach einer berühmten Studie von Prof. Mehrabian unterliegt die Gesamtsympathie für einen Gesprächspartner der 7 % – 38 % – 55 % Regel:­

  • 7% Inhalt: Wortwahl, Satzbau, Satzlänge
  • 38% Stimme: Klangfarbe, Dialekt, Tonfall, Betonung, Lautstärke, Modulation, Geschwindigkeit, Pausen, Sprechhöhe
  • 55% Körpersprache: Körperhaltung, Mimik, Gestik, Kleidung, Äußeres
Erfolgreiche Kommunikation, Prof. Mehrabian

Bedeutung der nonverbalen Kommunikation!

Das heißt nun freilich nicht, dass Sie den Inhalt Ihrer Argumente vernachlässigen können. Ohne Ihre ausgefeilte Argumentation überzeugt selbst die souveränste Körpersprache nicht. Die drei Kommunikationselemente sollten sich jedoch nicht widersprechen. Tun sie es doch, glaubt unser Gegenüber zuerst unserer Körpersprache, dann der Stimme und zuletzt erst dem Inhalt.

Kurz gesagt: Eine gute Botschaft muss unbedingt auch richtig transportiert werden.


Die gleiche (Körper)sprache sprechen

Am wichtigsten ist bei jeder Kommunikation also unsere Körpersprache. Wenn Sie sich ähnlich verhalten wie derjenige, zu dem Sie eine gute Beziehung aufbauen möchten, zeigen Sie ihm, dass Ihre Persönlichkeiten zueinander und in den gemeinsamen Kontext passen. Dadurch entstehen Sympathie und Vertrauen. Beobachten Sie also zunächst Ihr Gegenüber:  Erkennen Sie, welche Mimik und Gestik er oder sie verwendet und mit welcher Spannung er vor Ihnen steht bzw. sitzt. Versuchen Sie dann Ihre Haltung und Ihren Ausdruck ein wenig anzupassen. Wichtig ist es dabei, sparsam mit der Angleichung umzugehen. Denn wenn Sie es mit der Imitation übertreiben, glaubt man Ihnen nicht mehr. Besteht auf der Beziehungsebene beidseitige Übereinstimmung wird es wesentlich einfacher auch sachliche Übereinstimmung zu erreichen.

Folgende Möglichkeiten der körpersprachlichen Anpassung gibt es:

  • Händedruck: Dauer, Stärke
  • Position und Haltung: Stehen/sitzen, vorgebeugt, geneigt, locker/steif
  • Mimik: Ernst/fröhlich, angespannt/locker
  • Gestik: Bewegungshäufigkeit und –geschwindigkeit
  • Positionswechsel: selten/oft, schnell/langsam
  • Kleidung: vornehm/leger, farbenfroh/konventionell

So empfiehlt es sich bei der Vorbereitung des nächsten wichtigen Gesprächs nicht nur gut zu planen, was Sie sagen möchten. Überlegen Sie sich auch, welche Kleidung angemessen ist. Und denken Sie daran, sich genügend Zeit zu nehmen, um Stimme und Körpersprache der Situation und Ihrem Gegenüber anzupassen. Dann werden Sie mit Ihrer Argumentation garantiert Erfolg haben.

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