Die wollen nicht lernen!

geschrieben am: 18.04.2016 von: Oliver Haberger

Haben Sie solch eine Aussage schon einmal aus Ihrem Unternehmen gehört? Kennen Sie Mitarbeiter, die nicht lernen wollen oder behaupten, schon alles zu wissen? Ganz sicher gibt es diese bei Ihnen nicht, aber anscheinend gibt es sie.
Was könnte hierfür der Grund sein?

Der Studie „Lernen mit Spaß“ von 2013 zufolge, im Auftrag der ZEIT und einigen Unternehmen vom Marktforschungsinstitute FORSA durchgeführt, erbrachte, dass uns als Kinder das Lernen bereits systematisch verleidet wurde. Die Zusammenfassung wurde folgendermaßen veröffentlicht: Mit zunehmendem Alter verlieren Kinder den Spaß am Lernen. Ohne jetzt die pädagogische Perspektive zu betrachten und was dies über unser Bildungssystem aussagt, sehen wir hier schon die ersten Ansätze. Doch damit noch nicht Schluss, weitere Studien mit älteren Zielpersonen führen die Ergebnisse weiter. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage „Wert der Weiterbildung“ vom Meinungsforschungsinstitut Forsa erbrachten, dass nur drei Viertel (72%) der jüngeren Angestellten unter 35 Jahren gern für den Beruf lernen.

Dass jeder Vierte in der Altersklasse bis 35 Jahren also keinen Lernwillen zeigt, ist eine der Problemstellungen, die uns hier beschäftigen. Doch die Studie zeichnet uns auch bei älteren Führungskräften kein besseres Bild.

Mit 46 Jahren sinkt das Bedürfnis und Engagement nochmals drastisch auf nur noch 36% Lernwillen und ab 56 Jahren glauben nur noch 27%, dass Weiterbildung einen Wert hat. Ungefähr jeder Zehnte gibt in der Studie offen zu, einfach kein Interesse an Weiterbildung zu haben. Warum die Jüngeren der Weiterbildung noch einen höheren Wert zumessen ist schnell erklärt. Den Großteil ihres Erwerbslebens haben diese noch vor sich und müssen sich ständig durch das neu erworbenes Wissen dem Wettbewerb beim Arbeitgeber stellen.

Wir müssen die Perspektive ändern

Die meisten Studien, welche Weiterbildung betreffen, betonen die Zahlen aus der Perspektive des Lernwilligen. So betont unter anderem die DIW Studie, wie viele Führungskräfte sich nach Weiterbildung ausstrecken, doch wenn 60% sie für wichtig halten, haben wir ein Problem mit den
40 %, die Lernen anscheinend für überflüssig halten.

Über das ganze Leben kann so beobachtet werden, dass hier scheinbar viele Kräfte gegen eine Kultur des Lernens arbeiten. Sind es in den ersten Jahren die Lehrpläne und die Pädagogik aus dem letzten Jahrtausend, so ist es in den späteren Jahren das fehlende Verständnis vom Zusammenhang von Wettbewerb und Position. Nur wer sich im Wettbewerb durch Vorsprung klar positioniert, kann einen Markt einnehmen oder gar beherrschen. Eine starke Position benötigt aber auch den Vorsprung durch Wissen. Es geht dabei jedoch nicht um das Wissen, welches alle haben. Sie müssen herausfinden, wo Ihre Kernkompetenzen Lücken haben.

Kennt der Markt Ihre Mission?

Bei einer erfolgreichen Company erkennt man die Mission sofort. Der einfache Mensch auf der Straße weiß, was hinter Apple an Auftrag und Vision steht, was Microsoft erreichen will oder wie Nike uns als Ballerina oder Runner sehen will. Viele versuchen diese Positionierung zu erhalten, scheitern jedoch an den entscheidenden Stellen. Wenn Sie versuchen, Ihre Kernkompetenzen als Alleinstellungsmerkmal zu positionieren, ist es wichtig, dass die Alleinstellung eine klare und wirklich große Abgrenzung zum Wettbewerb darstellt.

Aus Ihrer eigenen Sicht scheint dies vieleicht so zu sein, aber wie sieht das der Markt? Scheinbar etwas anders, den vielen Alleinstellungen nimmt man es schlichtweg nicht ab, weil sie „gemacht oder aufgesetzt“ erscheinen. Sie sind selten durch Kompetenz untermauert. Die besten machen es uns vor, sie wissen anscheinend immer deutlich mehr als wir und nutzen dies tatsächlich weidlich aus.

Diese Positionen sind nicht unangreifbar, viele kleine Startups mit den nötigen Kompetenzen haben erfolgreich die „Großen“ attackiert. Der Erfolgsfaktor war in nahezu 100% das Wissen um Lücken, Querschnittkompetenzen und Grundlagen-Informationen über die innovativen Treiber der Wirtschaft.

Mit Wissen in Führung gehen

Beobachten Sie die besten Markteilnehmer und messen Sie sich an ihnen. Lernen Sie, wie Kompetenzen erweitert werden können und nutzen Sie dazu am besten modulare Systeme des Lernens. Ein Baukasten an Modulen kann Ihnen über Jahre die Möglichkeit zu einem Konzept bieten, Ihre Kompetenz strukturiert auf- und auszubauen. Schlagen Sie den Wettbewerb mit einem Vorsprung, der sich in solider Kompetenz gründet. Wir helfen Ihnen bei Ihrem Weiterbildungskonzept durch unser modulares System an über 300 Seminaren in 18 Fachgebieten. Ob Sie diese Inhouse, durch Trainings, Beratung oder externe Seminare durchführen wollen, sollten Sie mit unseren Weiterbildungsberatern klären, denn auch diese Entscheidungen prägen die Lernkultur in einem Unternehmen.

Kommentar schreiben