Der ökonomische Paradigmenwechsel

geschrieben am: 17.06.2018 von: Oliver Haberger

In den letzten 10 Jahren haben einige Paradigmenwechsel stattgefunden, die vor allem im sozialen und ökonomischen Handeln dramatische Änderungen gebracht haben. Trotzdem handeln wir weithin noch nach alter Manier und unterschätzen die gewaltigen Umwälzungen in Bezug auf das Verhalten von Menschen und Märkten.
Warum dies nicht wirklich so ernst genommen wird, ist mit der allzu menschlichen Trägheit bei der Annahme von Veränderungen leicht zu erklären. Hier ist jedoch nachtrauern der falsche Ansatz. Es zählen Bewertung, Neuorientierung, Durchsetzungswillen und die entsprechenden Maßnahmen.

Unterschätzen Sie niemals die Veränderungen

An dieser Stelle greifen wir nur die wichtigsten Faktoren auf, die einen immensen Einfluss auf die Märkte haben. Vielen jungen Unternehmen, dessen Inhaber zur „digital nativen Generation“ gehören, sind dabei, diese Prinzipien zu nutzen. Doch auch viele der erfolgreichen Majors, zu mindestens diejenigen die früh genug die Zeichen erkannten wie die Gründer von Amazon, Ebay, Google oder Facebook, bestimmen nun weitgehend unser Einkaufsverhalten und inspirieren neue Generationen von Gründern.
Doch die Old Economy ist nicht tot. Natürlich vegetieren viele dahin und manche auf einem hohen Niveau. In vielen Räumen von Entscheidern jedoch, bei etlichen Konzernen und vor allem im Mittelstand hat man noch wenig Einsicht, sich überhaupt mit einer Bewertung zu beschäftigen. Viele davon werden wohl durch harte Umsatzeinbußen erfahren, dass sich etwas geändert hat.
Wir müssen im Einzelnen verstehen lernen, was diese Veränderungen für unsere Märkte in der Welt bedeuten. Was sind die Paradigmenwechsel im Einzelnen? Welche Faktoren betrifft es?
Der wichtigste Faktor hat bereits angefangen unser aller Leben und den Unternehmensalltag deutlich zu verändern. Im Nachfolgenden beschäftigen wir uns nur mit dem wichtigsten Paradigma von allen.

Wissen ist der erste Aktivposten

Sie erinnern sich an die betriebswirtschaftliche Grundlagen-Lehre? Wissen wurde dabei als vierter Produktionsfaktor deklariert. Doch was die Veränderungen im Bereich des Wissens angeht, ist dies einer der wichtigsten Fakts. Denn der Stellenwert von Wissen und deren Management hat sich in den letzten 10 Jahren dramatisch verändert. Wissen an sich ist genau das, was die Chinesen nun zum Sprung auf die Weltmarktbühne verholfen hat. Wir haben im letzten Newsletter darüber gesprochen. Bitte lesen Sie diesen nach, oder melden Sie sich für den Newsletter an. (Im Zuge der neuen Datenschutzverordnung wird es sowieso unumgänglich sein, dass Sie sich neu eintragen).
Wissen ist kein handfestes Produkt und lässt sich nur mit Hilfsmittel visualisieren. Die Geschäftsführer des Mittelstandes, die bereits seit Jahren eine EDV unterhalten, wissen inzwischen, dass da irgendwo in den Datenbanken Gold liegen soll. Die Schlagzeilen über digitales Gold, welches nicht gehoben wurde, sind gerade auf der Titelseite der Wirtschaftsmagazine. Doch wie hebt man Gold, das nichts wiegt, keinen Henkel hat und dessen Einschätzung an Umfang eher einem Eisberg gleicht, dessen 90% irgendwo unter Wasser sind?

Das Know How des Umgangs mit Wissen wird zur TOP-Profession

Das Problem ist, man kann den Umfang der Goldader kaum einschätzen ohne einen Experten. Die wiederum sind rar und entsprechende Berater teuer. Kommt bei der Schürfung kein Gold zu Tage sind die Ausgaben verschwendet. Oder eine andere häufig gestellte Frage: Lassen wir einen externen Schürfdienst überhaupt an unsere Daten? In wie weit können wir den Goldgräbern trauen? Was passiert mit den Erkenntnissen dann? Wir kennen das ja schon, wer sich mit EDV beschäftigt, für den wird es immer teurer und teurer! Also erst gar nicht anfangen, wir kommen auch so durch.
Doch diese Annahme trügt, ebenso wie sie die Kutschenbetreiber am Anfang des letzten Jahrhunderts um ihr Brot gebracht hat. Wer immer noch denkt, die Digitalisierung und BIG DATA sei ein vorübergehender Hype, irrt sich gewaltig. Die jungen Nativen wissen das und ziehen an den Alten vorbei, ohne dass die es merken. Die Verluste an tradierten Betrieben und bisher gesunde und gestandene Unternehmen zeigen sich dramatisch durch viele Schlagzeilen von untergegangenen, vormals glänzenden, Marken.

Bewertung, Neuorientierung und Durchsetzung

Die Bewertung der neuen Situation und der Vormachtstellung von Wissen als Treiber für die Wirtschaft ist der erste Schritt. Doch vielen Unternehmen erscheint diese Maßnahme noch nicht nötig und man lässt sich Zeit. Die Neuorientierung scheitert oftmals an der Tradition, was in der Natur der Sache liegt und natürlich an veralteten Denkstrukturen. So kommt es kaum zur Durchsetzung neuer Regeln und Maßnahmen im Umgang mit Wissen. Doch die Zeit drängt und wir würden daher zu einem ersten Schritt raten. Dieser könnte eine erste persönliche Bewertung der Situation sein, oder weitergehend eine möglichst objektive Bewertung des Status von Wissen im eigenen Hause.

Wird Wissen in Ihrem Hause als wichtigster Treiber gehandelt?

Ihr Unternehmen im Licht dieser Perspektive? Wir sind überzeugt, Deutschland kann wieder aufholen und zur Weltspitze gelangen, wenn die richtigen Schalter betätigt werden. Der wichtigste dabei ist, das Kapital „Wissen“ an erste Stelle zu rücken. Das bedeutet auch in allen Bereichen des Unternehmens die Mitarbeiter so weitgehend wie möglich zu fördern, auf den neuesten Wissensstand zu kommen. Dazu benötigt es ein Weiterbildungskonzept von Profis gemeinsam erarbeitet. Profis, die sich vornehmlich mit Erkenntnissen um das Wissensmanagement beschäftigen, praxisbezogene und innovative Formen des Bildungskonzeptes entwickeln können. Wenn es um den wichtigsten Aktivposten geht, verlassen Sie sich auf die Besten.
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